Geothermie Grob

Rhysolar hat das Ziel, Alternative Energieformen zu fördern.

 

Das Geothermieprojekt der Firma Grob Gemüsebau aus Schlattingen ist diesbezüglich Pionierhaft und erhält unsere volle Anerkennung.

 

Der Ölunfall beim aktuellen Bohrversuch ist sehr bedauerlich und schadet vor allem der Geothermie.

 

Bitte seien sie objektiv mit Ihrer Meinungsmache. Verurteilen sie Hansjörg Grob nicht wegen dieses Vorfalls. Ich konnte mich selber davon überzeugen, dass alles Möglich unternommen wird um das Ganze sicher zu machen.

 

Wir brauchen Geothermie um auch in Zukunft genügend Energie zu haben.e

 

 

Schaffhauser Nachrichten:

 

Mittwoch, 9. März 2016

«Für mich ist das eine Katastrophe»

Nach wie vor ist unklar, wie das Öl in die Leitung gelangte, die von der Geothermieanlage der Firma Grob in den Rhein führt, und dort vor zwei Wochen das Wasser verschmutzte. Grob vermutet Sabotage. Inzwischen wurden die Leitungen gespült.

Durch diesen Schacht wurde die ölverschmutzte Wasserleitung der geplanten Geothermieanlage auf dem Gelände der Firma Grob in Schlattingen gespült und gesäubert. Bild Edith Fritschi

Beat Baumgartner

VON EDITH FRITSCHI

SCHLATTINGEN «Es ist ein grosser Rückschlag für mich, für die Firma und für die Geothermie», sagte Hansjörg Grob (Bild) gestern bei einem Lokaltermin für die Presse. Der Inhaber der Gemüsebaufirma hatte zu einer Information auf die Bohrstelle geladen, wo die Pumpversuche bisher stattgefunden hatten. Doch seit dem Ölunfall am Sonntag, 21. Februar, herrscht Zwangspause – und es sieht vorerst nicht so aus, als könnten die Versuche demnächst wiederaufgenommen werden, wie der anwesende Vertreter des Thurgauer Amtes für Umwelt, Beat Baumgartner, deutlich machte. Grob möchte seinen Kurs dennoch weiterverfolgen und seine Gewächshäuser dereinst statt mit Erdgas mittels Geothermie beheizen. Doch um dafür eine Konzession zu erhalten, ist ein zweijähriger Pumpversuch notwendig.

Mit den sofort nach dem Ölunfall eingeleiteten Sofortmassnahmen konnten grössere Schäden verhindert werden (SN vom 23. Februar). Um sicherzustellen, dass kein weiteres Öl in den Rhein gelangt, wurden laut Grob Leitungsschächte mit Schiebern erstellt. Gestern wurden die Leitungen gespült. Viel zu sehen war beim Lokaltermin indes nicht – lediglich ein Schacht mit den Leitungen, die zum Rhein führen. «Für mich und meine Familie ist das Ganze eine Katastrophe», sagte Grob, gegen den ein Verfahren wegen Umweltverschmutzung läuft. Das Desaster werde ihm beziehungsweise der Geothermie angelastet, was er aber nicht nachvollziehen könne. «Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir etwas Gutes wollen und erreichen können», sagte Grob und rekapitulierte die Geschichte des Projekts, das anfangs in der Region freudig begrüsst worden sei. Nach einer Panne 2013, als übel riechender Schwefelwasserstoff die Luft verpestete, gab es vermehrt Fragen und Proteste, und nachdem vor knapp zwei Wochen Öl in den Rhein gelangte, vermutet Grob, dass er Feinde hat.

Bereits im Mai 2015 sei es nämlich zu einem mutmasslichen Sabotageakt auf dem Gelände der Firma gekommen. In das Bohrloch bei der Geothermie­anlage war Dieselöl geschüttet worden. «Ich habe damals Anzeige gegen unbekannt erstattet und bin sehr froh, dass ich das getan habe», betonte Grob, den das Ganze eine knappe halbe Million Franken gekostet hat.

«Eine absichtliche Tat»

Auch wenn der Fall hängig sei, seheer einen Zusammenhang zwi-schen dem jüngsten Ölunfall und damals. «Wir haben rund 16 Kubikmeter Schlamm ausgehoben – mit rund einem halben Kubikmeter ölverschmutztem Schlamm dabei.» Es könne sein, dass bei der Schadensbehebung damals nicht alles Öl geborgen wurde. «Wir wissen ja nicht, wie viel mutwillig hineingeschüttet wurde.» Dass es sich dabei um eine absichtliche Tat handelt, dessen ist sich Grob sicher. Der Schacht rund um das Bohrloch sei damals drei Tage lang offen gestanden, als die Bohrmaschine aus- und die Pumpen eingebaut worden seien, sagte Grob. Als man jüngst einen eintägigen Pumpversuch startete, müssten, so Grobs Geschäftsführer Armin Gredig, Reste in das in den Rhein abgeleitete Wasser gelangt sein. «Wie sonst kommt Öl dahin, zumal es sich um Dieselöl handelt?», fragte er.

Natürlich hofft Grob, dass er die Pumpversuche bald fortsetzen kann, doch dafür müssen verschiedene ­Abklärungen getätigt werden. Je nach Resultat müssten dann in der Geo­thermieanlage weitere Massnahmen ergriffen werden, sagte Beat Baumgartner. Die Firma Grob muss danach erneut einen Antrag stellen.

Anlageerträge

PV Letten 100kW
PV Letten 100kW

PV Kerzenfabrik 100 kW

PV Rodenberg 50 kW

PV Schlattingerbuck 100 kW

PV Rhyhalle 30kW

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